07.10
2019

Heidelberger Plan

„Deine Bildung, Dein Leben“ - SRH Schulen GmbH stellt den „Heidelberger Plan“ als strategischen Aufbruch in der Unternehmenskultur vor

Mit dem Paukenschlag aus Richard Strauss‘ sinfonischer Dichtung „Also sprach Zarathustra“ zum Sonnenaufgang begann ein ganz besonderer Tag in den SRH Schulen: Allen Mitarbeitern wurde das neue Eckpunktepapier zum „Heidelberger Plan“ vorgestellt. Dieses pädagogische Konzept soll Orientierung geben und Ziele aufzeigen. In 23 bereichsübergreifenden Arbeitsgruppen setzten sich die Mitarbeiter intensiv damit auseinander. Nach dem gemeinsamen Aufbruch soll der „Heidelberger Plan“ künftig in allen Schul- und Jugendhilfebereichen „gelebt“ werden.

„Unser Umfeld und unser Unternehmen haben sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Auf diese Veränderungen wollen wir nicht nur reagieren, wir wollen ihnen entgegengehen, sie begrüßen und die Entwicklungen für uns nutzen“, sagte Dr. Tobias Böcker, Geschäftsführer der SRH Schulen GmbH. Die drei Säulen des Unternehmens, die Stephen-Hawking-Schule mit Internat, die Viktor-Lenel-Schule und die SRH Schulen Jugendhilfe bekommen durch den „Heidelberger Plan“ nun „ein gemeinsames Dach, eine gemeinsame Idee für ganz unterschiedliche Bereiche“, erklärte er. Im Sinne einer ganzheitlichen Pädagogik werden „Elemente vorschulischer, schulischer und beruflicher Bildung, Erziehung, Betreuung, Unterstützung und Entwicklungsförderung“ vereint.

Markus Hertrich, Geschäftsführer der Trägergesellschaft SRH Bildung GmbH, sieht in den SRH Schulen einen „sehr spannenden, sehr vielschichtigen Bereich“ in einer ganzen Reihe von Bildungsunternehmen, für die er die Verantwortung des Gesellschafters übernimmt. „Wir haben in der SRH Bildung den Auftrag, die verschiedenen Gesellschaften so unter einen Hut zu bringen, dass wir gemeinsam vorankommen. Unter der großen Überschrift ‚Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile‘ haben wir beschrieben, wohin die SRH mit ihren Bildungsunternehmen möchte. Wir wollen uns weiterentwickeln. Für die SRH Schulen geben Sie mit dem Heidelberger Plan heute den Startschuss“, sagte er in seinem Grußwort. Als Marketingexperte führte er aus, wie wichtig die Positionierung eines Unternehmens auf dem Markt sei, um seine Qualitäten und Alleinstellungsmerkmale herauszustellen. Was ihm am strategischen Aufbruch der SRH Schulen aber am besten gefalle, sei, „dass die komplette Mitarbeiterschaft wie auch Kunden – Eltern und Schüler – in eine erneuerte Orientierung eingebunden sind.

Alle annehmen, Leben entwerfen, aktiv beteiligen und gemeinsam verantworten – das sind die vier Leitgedanken für ein Miteinander, welches den Kindern und Jugendlichen hilft, fürs Leben gern zu lernen. Dass sich die Mitarbeiter an diesem „strategischen Aufbruch“ aktiv beteiligen“, dazu wurden sie symbolisch bereits zum Beginn des Tages aufgefordert: Jeder musste seinen Sitzhocker erst einmal selbst zusammenbauen. Nach einer Einführung in der Aula des SRH Bildungscampus in Neckargemünd diskutierten sie anschließend mit Elan in kleineren Teams über die Vision und das Eckpunktepapier zum Heidelberger Plan der SRH Schulen.

Die SRH Schulen definieren Bildung nicht nur als die Weitergabe von Wissen oder die Vermittlung von Kompetenzen. Der Bildungsbegriff umfasst eine ganzheitliche Pädagogik, die den Menschen in allen Facetten anspricht. Das pädagogische Konzept orientiert sich deshalb immer wieder neu an der Biographie jedes einzelnen Schülers. Die an den SRH Schulen arbeitenden Experten setzen in interdisziplinären Teams dem individuellen Bedürfnis des Schülers entsprechende entwicklungspädagogische Akzente. Sie geben jedem Einzelnen das notwendige „Rüstzeug“, das er braucht, um sein Leben möglichst selbstbestimmt, selbstverantwortlich und aktiv zu gestalten. So intensiv von Lehrkräften, Erziehern, Pflegern, Sozialarbeitern und therapeutischen Fachlehrern unterstützt, entwirft der Jugendliche selbst die „Story“ seines eigenen Lebens. Die Grundlage dafür ist laut der „Vision“ im Heidelberger Plan „ein vorbehaltloses, entschlossenes und unerschütterliches Vertrauen in die Möglichkeiten und Potenziale unserer Kunden“.

Während der intensiven Arbeitsphasen kamen ganz unterschiedliche Sichtweisen zum „Heidelberger Plan“ zur Sprache. „Bei 650 Mitarbeitern spielen die verschiedenen Berufe, Denkansätze und Perspektiven eine wesentliche Rolle bei der Interpretation und Umsetzung“, erklärte Thomas Bohnert, Schulleiter der Stephen-Hawking-Schule. Wichtig sei, sich stets gemeinsam mit den beteiligten Berufsgruppen, Eltern und Schülern über die Fortschritte auszutauschen, den Weg zu überprüfen und die einzelnen Aktivitäten gegebenenfalls anzupassen.

Je später der Tag, desto deutlicher wurde es, wie sehr alle schon an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. Erzieher Maximilian Kappes brachte es auf den Punkt: „Unsere Arbeit ist sehr komplex. Wir pflegen, erziehen, lehren, und sorgen – auch in der Zusammenarbeit mit den Eltern – für eine gute Beziehung zu unseren Schülern“, sagte er. „Wir entwerfen mit den Jugendlichen ihr Leben“, betonte er, „wir erarbeiten Lösungsvorschläge, die sie, nicht uns, ans Ziel bringen!“

Die Ideen, Anregungen und Ausblicke, die von allen an diesem Tag zusammengetragen wurden, werden nun dokumentiert. Konkrete Schritte zur Umsetzung folgen. Künftig geht es in dieselbe Richtung, egal, in welcher Einrichtung der SRH Schulen man arbeitet. Im steten Austausch miteinander, für die lebenslange Bildung und das selbstständig verantwortete Leben der Schüler. Jeder weiß: Es geht um „Deine Bildung, Dein Leben!“ Die Aufbruchsstimmung war deutlich zu spüren.

 

Autorin: Carmen Österreich

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