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Jugend trainiert für Paralympics 2017

Voller Einsatz im Spiel: Maximilian Jacob (links) und Justice Eiden (rechts)

„Nie ohne mein Team!“ -
Tischtennis- und Rollstuhlbasketball-Mannschaften kämpften beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Paralympics“ in Berlin


Auch in diesem Jahr nahmen die Mannschaften der SRH Stephen-Hawking-Schule in den Disziplinen „Tischtennis“ und „Rollstuhlbasketball“ vom 02. bis zum 06. Mai am Frühjahrsfinale des Bundeswettkampfs „Jugend trainiert für Paralympics“ in Berlin teil.   


Im Tischtennis besteht seit einigen Jahren eine enge Kooperation mit dem Badischen Behindertensportverband. Jeden Montagabend trifft sich eine feste Trainingsgruppe unter der Leitung von Trainerin Juliane Wolf, Viertplatzierte bei den Paralympischen Spielen im letzten Jahr in Rio de Janeiro/Brasilien. Einige Schüler nehmen auch regelmäßig an Lehrgängen des Behindertensportverbandes sowie an den Baden-Württembergischen und zum Teil auch an den Deutschen Jugendmeisterschaften teil. Die Spieler Henk Slaghuis, Maximilian Jacob, Justice Eiden und Simon Kopf bereiteten sich neben dem Trainingsalltag mit zwei Freundschaftsspielen auf das große Turnier in Berlin vor.

 

"Nie ohne mein Team" - der Sieg im Landesfinale in Baden-Württemberg


Das Rollstuhlbasketball-Team bildete sich auch in diesem Jahr wieder aus dem Kader der Schüler, die an den regelmäßigen „Tryouts“ an der Stephen-Hawking-Schule teilgenommen haben, heraus. Durch die feste Kooperation mit Trainer Marco Hopp von der SGK „Rolling-Chocolate“ aus Heidelberg-Kirchheim haben sich so hervorragende Rahmenbedingungen an der Stephen-Hawking-Schule etabliert, um körperbehinderte Schüler an den Rollstuhlbasketball-Sport heranzuführen und sie sogar an den Behindertensportverein anzubinden. Neben der jungen aber schon sehr erfahrenen Spielführerin Annika Sonnleitner sowie Valentin Ruf und Gordon Maier, die schon im vergangenen Jahr Teil des Rollstuhlbasketball-Teams waren, schafften es die vier neuen Spieler Justin Hallauer, Sarah Geilsdörfer, Abdullah Wahiduljamal und Connor Wessely in die siebenköpfige Mannschaft. 

      
Vor der Teilnahme am Bundesfinale kam es in der Disziplin Rollstuhlbasketball allerdings erstmals zu einem Landesfinale im Bundesland Baden-Württemberg, bei dem entschieden wurde, welches sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum mit motorischem Förderschwerpunkt den Südwesten der Republik beim Bundesfinale in Berlin vertreten sollte. Am 31. Januar 2017 wurde die Margarete-Steiff-Schule als Herausforderer aus Stuttgart zu uns an die Stephen-Hawking-Schule eingeladen. Dank hervorragender Vorbereitung auf dieses Spiel und der lautstarken Unterstützung zahlreicher Zuschauer konnten die Stuttgarter mit 12:4 beim Heimspiel in Neckargemünd klar besiegt werden. Somit hatten sich unsere Rollstuhlbasketballer erstmals über den Sieg im Landesfinale für das Bundesfinale qualifiziert.

 

Sieg am ersten Spieltag für unsere Basketballer


Am ersten Spieltag des Bundesfinales hatte es die Stephen-Hawking-Schule im ersten Spiel mit der Mannschaft der Alexander-Schmorell-Schule aus Kassel zu tun. Gleich zu Beginn zeigte sich, dass die Spieler der Stephen-Hawking-Schule frei von Nervosität und Anspannung aufspielten - ganz im Gegensatz zu den Hessen, die erstmals am Bundesfinale teilnahmen. Das aggressive Full-Court-Pressing führte zu Ballverlusten, wodurch sich Fastbreaks und gute Wurfchancen ergaben. Playmakerin Annika Sonnleitner gab lautstark auf dem Feld den Ton an und verteilte die Bälle an die Mitspieler, die für Punkte sorgten. „Rookie“ Justin Hallauer sammelte vier Körbe und war mit 8 Punkten Topscorer beim deutlichen 22:06 Sieg im ersten Gruppenspiel.

 

Fesselnde Duelle im Tischtennis


Das Tischtennisteam trat in einer Fünfergruppe an und bestritt das erste Spiel gegen den letztjährigen Drittplatzierten aus Dresden, der dieses Jahr als Geheimfavorit gehandelt wurde. Gespielt werden jeweils zwei Doppel, gefolgt von vier Einzeln. Die ersten beiden Sätze im Einser- und Zweierdoppel gingen an uns, im Zweierdoppel lagen Justice und Simon sogar mit 2:0 vor. Die Überraschung lag in der Luft, doch dann brachen wir leider etwas ein und mussten eine etwas unglückliche 1:5 Niederlage hinnehmen.

Im zweiten Spiel stand uns der langjährige Bundessieger, die Heinrich-Böll-Schule aus Göttingen, gegenüber. Justice konnte, wie auch im Spiel zuvor, sein Einzel gewinnen. Henk und Maxi zeigten ein grandioses Spiel und mussten sich nach unglaublich spannenden Spielen beide im 5. Satz mit 9:11 bzw. 13:15 geschlagen geben. Es war auch hier mehr drin, leider fehlten die letzte Abgeklärtheit und das bekannte Quäntchen Glück. Nach zwei verlorenen Spielen hieß es nun „Kopf hoch“ und nach vorne schauen. Denn noch immer war der dritte Gruppenplatz möglich, der immer noch die Möglichkeit auf das Halbfinal bot.

Gegen die Schule Tegelweg aus Hamburg gewannen die Jungs überlegen mit 5:1, sodass das letzte Spiel gegen Kassel zum entscheidenden Spiel um den dritten Gruppenplatz wurde. Leider fanden die Jungs nicht richtig ins Spiel und wir mussten nach zwei verlorenen Doppeln erkennen, dass ein Sieg immer weiter außer Reichweite geriet. Wir mussten uns mit dem vierten Gruppenplatz zufriedengeben und hatten so nur noch die Möglichkeit, bestenfalls den siebten Platz zu erreichen.

 

Schwerer Gegner im Halbfinale für unsere Rollstuhlbasketballer


Am zweiten Spieltag traf das Team der Rollstuhlbasketballer der Stephen-Hawking-Schule beim Match um den Gruppensieg in Gruppe B auf die Carl-von-Linné-Schule aus Berlin. In einem spannenden Spiel begegneten sich zwei Teams auf Augenhöhe. Zu Spielbeginn gingen die Neckargemünder „los wie die Feuerwehr“ und erkämpften sich eine leichte Führung. Den Berlinern gelangen dann wiederum einige gute Aktionen, so dass das Team der Stephen-Hawking-Schule den Faden verlor und einem Rückstand hinterherlaufen musste. In einem engen Spiel musste sich die Stephen-Hawking-Schule mit 14:12 geschlagen geben und somit als Zweiter der Gruppe B auf die Mannschaft der Carl-Friedrich-Gauß-Schule Hemmingen als Gruppenerster der Gruppe A im Halbfinale treffen.

Die Vertreter des Bundeslandes Niedersachsen waren als letztjähriger Sieger des Bundesfinales auch 2017 wieder mit mehreren Kader- und Vereins-Spielern angereist. Die klare physische Überlegenheit machte es den Spielern der Stephen-Hawking-Schule schwer, ins Spiel zu finden, und die Niedersachsen setzten sich Punkt für Punkt ab, so dass es am Ende 27:05 für die Carl-Friedrich-Gauß-Schule stand.

 

Souveränes Spiel der Tischtennisspieler um Platz 7


Die vier Jungs im Tischtennis spielten am zweiten Spieltag um die Plätze 7 bis 9. Gegen die zwei Teams aus Neuwied und Hamburg ließen die Jungs nichts anbrennen und fuhren zwei souveräne 5:1-Siege ein.

Am Ende belegten wir Platz 7, ein toller Erfolg für die Jungs, wenn auch der erste Spieltag für uns etwas unglücklich verlaufen ist. Denn sicher wäre etwas mehr drin gewesen, weil  wir gegen den späteren Bundessieger aus Niedersachsen nur denkbar knapp an einem 3:3-Unentschieden dran waren. Zudem hatten wir etwas Pech, dass der spätere Bundessieger und der Zweitplatzierte mit uns in der Gruppe waren. Aber wir werden weitertrainieren und im nächsten Jahr hoffentlich weiter oben mitspielen.

 

Dritter Platz knapp verfehlt - letzter Spieltag im Rollstuhlbasketball


Für die Basketballer stand am letzten Spieltag noch das „kleine Finale“ um Platz 3 und 4 an. Sie trafen im Rematch wieder auf die Carl-von-Linné-Schule aus Berlin. Im Gegensatz zum Spielverlauf im vorherigen Aufeinandertreffen in der Vorrunde fanden die Berliner allerdings besser in das Spiel und knackten so die Verteidigung der Stephen-Hawking-Schule.

Am Ende sollte es nicht für einen Sieg reichen und die Stephen-Hawking-Schule ging mit einem 08:15 aus dem Spiel. Damit hatte das Team der Stephen-Hawking-Schule einen verdienten vierten Platz errungen, worüber sich die Spieler, nachdem sie die Niederlage im kleinen Finale verdaut hatten, sehr freuen konnten. 

 

Überraschungskonzert zum Abschluss  


Nachdem der Freitagnachmittag gemeinsam mit einem Mix aus Kultur und Shopping in der Hauptstadt genutzt wurde, stand noch die große Abschlussveranstaltung von Jugend trainiert für Olympia und Paralympics in der Max-Schmeling-Halle auf dem Programm.

Mit einem tollen Showprogramm wurden hier die Gewinner in den einzelnen Disziplinen feierlich geehrt. Ein weiteres Highlight der Veranstaltung sollte das Überraschungskonzert des Popmusikers Wincent Weiss sein, worüber sich (nicht nur) die weiblichen Zuschauer sehr freuten. Nach dem Gig wurde die Halle dann zur Großraumdiskothek umfunktioniert und ein DJ heizte den tanzwütigen Teenagern ein - mittendrin die Schüler der Stephen-Hawking-Schule, die auf dem Dancefloor coole Moves im Rollstuhl präsentierten.

Nach dem offiziellen Teil der Abschlussveranstaltung folgte dann eine spontane „Aftershow-Party“ in unserem Reisebus, der uns von der Max-Schmeling-Halle wieder ins Hotel fahren sollte. Unser Busfahrer Harry erwies sich hier als echtes Feierbiest: Mit einem Mix aus Elektro und Rap im Bus wurde der Prenzlauer Berg beschallt und sowohl Schüler als auch Betreuungskräfte beschworen DJ Harry lautstark mit der Forderung „Party, Party!“. Die Luft im Bus brannte.


Das diesjährige Frühjahrsfinale war somit wieder für allen Beteiligten ein einmaliges Ereignis. Wir drücken nun der Schwimmmannschaft der Stephen-Hawking-Schule ganz fest die Daumen für ihr Bundesfinale im Herbst, bevor sich die Tischtennis- und Basketball-Mannschaft auf das kommende Bundesfinale 2018 vorbereitet.  

Ihre Ansprechpartnerin

Schulsekretariat
Anja Ott

Tel. 06223 - 81 - 30 05
E-Mail: schule.shs@srh.de

Ihre Ansprechpartner

Schulsekretariat
Cerstin Köttig

Tel. 06223 - 81 - 30 05
E-Mail: schule.shs@srh.de

Ihre Ansprechpartner

Schulsekretariat
Nicole Weißer

Tel. 06223 - 81 - 30 05
E-Mail: schule.shs@srh.de