Das Sams auf Reisen
(Neckargemünd, 30.06.2010) Wer hatte nicht schon mal Lust einfach abzuhauen? Weg vom Alltag, weg von einem öden, langweiligen Spielplatz, auf dem man eh schon alle Burgen gebaut und alle Spiele gespielt hat?
Einfach abzuhauen und verrückte Dinge zu erleben, dieses Glück hatte das begeisterte Publikum im neuen Theaterstück des PRIMA-Theaters der Stephen-Hawking-Schule mit dem Titel „Unsere Reise mit dem Sams“ unter der Leitung von Birgit Edenhofner und Christoph Fauser.
Denn das Sams, lebensfroh und mitreißend auf die Bühne gebracht von Niklas Schieck, entführte die beiden Kinder, Nick und Julian, überzeugend gespielt von Ariane Jackisch und Fabian Gevatter, und mit diesen auch die von Anfang an gebannten großen und kleinen Zuschauer eben genau von solch einem langweiligen Spielplatz auf eine abenteuerliche Reise.
Eingestimmt auf die lustigen Abenteuer wurden die Zuschauer durch die herzliche Begrüßung von Thomas Bohnert sowie die einleitenden Worte von Yannic Sauer und Albert Zakharenko.
Als erstes begegneten die Kinder und das Sams drei Robotern, die sich sehr über eine Abwechslung von ihrem öden Roboteralltag freuten. Wer möchte denn auch gerne die ganze Zeit auf Autopilot gestellt sein und immer nur das machen müssen, was einem die anderen sagen? Da kamen den Robotern: Robbi, Tobbi und Bobbi, intergalaktisch gut verkörpert von Philip Müller, Sophia Werner und Vlora Olluri, das Sams und die beiden Kinder gerade recht. Gerne folgten sie der Einladung, mitzureisen.
Gelockert vom Flummilied ging es weiter in den dunklen, dunklen Dschungel. Dank Max Kappes, zuständig für Licht und Ton, kam sofort das richtige Dschungelfeeling auf. Dort im Dschungel stärkte Balu, der Bär, witzig und originell verkörpert von Tim Stitzelberger, die müden Reisenden mit einem kleinen Imbiss. Auch er ließ sich überreden, seinen dunklen Dschungel gegen eine neue, unbekannte Gegend aufzugeben.
Weiter ging’s ins Eis. Sams führte wie immer singend von einer Szene in die nächste mit dem Lied: “Wir wollen eine Reise machen”, musikalisch überzeugend arrangiert von Pascal Schenkel, und alle folgten beschwingt und erwartungsfroh ins ewige Eis.
Dort tobte ein Schneesturm und mit ihm der Schneekönig, mächtig in Szene gesetzt von Sean Wilk. Aber keiner der Reisenden ließ sich vom strengen Schneekönig einschüchtern. Im Gegenteil! Der pfiffige Bär konnte ihm ein Tänzchen aufschwatzen mit dem lustigen Lied: “Probiers mal mit Gemütlichkeit”. Und so schloss sich auch der Schneekönig gerne der Reisegruppe an und gelangte mit allen zu den gefährlichen Monstern. Diese, ein rotes und ein blaues Monster, schlagfertig und ausgelassen gespielt von Yannic Sauer und Albert Zakharenko, waren eigentlich nicht so richtig gruselig und amüsierten die Kinder mehr, als dass sie sie erschreckten. Vor allem erinnerten sie die Reisenden an ihre Freunde, die sie daheim gelassen hatten und denen sie zum Schluss unbedingt noch von ihren tollen Abenteuern mit dem Sams erzählen wollten.
Gesagt, getan. Ein paar Wunschpunkte hatte das Sams noch, und so ging es fluchs nach Hause zurück, auf den Spielplatz, den die Kinder mit ihrer spannenden Geschichte und ihrem neu gelernten Lied vom Sams in eine lustige Tanzfläche verwandelten. Zum Schluss war die Bühne gefüllt von tanzenden Spielern und fröhlichen Zuschauern, die ihrer Begeisterung durch langen und kräftigen Applaus Ausdruck verliehen.
Das Sams wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Denn wie sagt es so schön am Anfang: Auch wenn euch die Sorgen plagen, nicht verzagen, Sams nur fragen. Denn ist der Wunsch auch noch so groß, Sams erfüllt ihn. Drum nennt ihn bloß.
Birgit Edenhofner und Christoph Fauser

