Explore Science im Luisenpark Mannheim – ein kooperativer Ausflug der Außenklasse Mauer
(Neckargemünd, 21.06.2010) Am 09.06.2010 starteten zwei erste Klassen der Grund- und Hauptschule Mauer und eine zweite Klasse der Stephen-Hawking-Schule (Außenklasse-Mauer) mit der Bahn in Richtung Mannheim, um einen naturwissenschaftlichen Erlebnistag zum Thema Schwingung, Schall und Klang zu erleben. Das erstes Highlight war die Bahnfahrt, die durch Tunnel entlang am Neckar führte und durch den ein oder anderen Wohnort der SHS-Kinder. In Mannheim angekommen, verzehrten die Kinder im Klanggarten erst einmal ihr Frühstück. Bei beruhigender, klassischer Musik machte man es sich in den Liegestühlen gemütlich. Nebenbei besuchten uns sogar ein Eichhörnchen und eine Kohlmeise.
Anschließend ging es über Wackelbrücken und Steine durch bzw. über einen Fluss hin zu dem Vortrag von dem Bildungsclown Jörn Birkhahn auf der Festwiese. In dieser Mitmachshow unter dem Motto „Welle sehen, Welle hören, Welle sein“ wurden verschiedene Wellentypen von den Kindern erzeugt, gehört oder erlebt. Es gab Wellen die durch den eigenen Körper hindurch gingen, Wellen die durch ganze Gruppen weitergeschickt wurden und Laola-Wellen.
Nach dem Vortrag ging es dann in kleinen Gruppen zu den Forscherstationen auf der Spiel- und Festwiese. Hier warteten auf die Kinder große Klangskulpturen und Orchesterapparate des Mobilen Musik Museums von Michael Bradke, der seit vielen Jahren Geräuschwerkzeuge und klingende Fundstücke rund um die Welt sammelt. Das selbstständige Ausprobieren mit allen Sinnen stand im Vordergrund. Die verwendeten Materialien stammten alle aus dem Alltag. Es gab einen Klangkanal, der mit Hilfe von vielen Abzweigungen und Winkelstücken ein riesiges musikalisches Rohrsystem mit zahlreichen Trommeln, Huborgeln und einer Monster-Flöte entstehen ließ. Weiterhin erlebten die Kinder die faszinierende Welt der Akustik bei einem Metallophon, was ein multifunktionaler Orchesterapparat für eine Sinfonie in Blech war. Klingende Fundstücke, Geräuschwerkzeuge und wiederbelebter Instrumentenschrott verführten die Kinder zum ausgelassenen Spiel mit zumeist metallischen Tönen und Geräuschen: Felgengongs, gestimmte Kuhglocken, Topfdeckelpyramide und Röhrenglocken. Obendrein fanden die Kinder ein H2Orchester - das war ein einzigartiges spritziges Sommer-Musik-Erlebnis. Hier konnte man Wassermusik auf über 50 Instrumenten und mechanischen Apparaten komponieren und das kühle Nass selbst zum Klingen bringen. Es standen den Kindern zur Verfügung: ein Flaschophon, eine Wasserorgel bis hin zum Platsch- und Plumpsklavier.
Neben den Klangskulpturen und Orchesterapparaten des Mobilen Musik Museums von Michael Bradke präsentierten wissenschaftliche Einrichtungen (Universität Koblenz-Landau, PH Heidelberg) beeindruckende Experimente an vielen Stationen, die Auskünfte rund um die Welt der Klänge gaben und die Neugierde am Experimentieren förderten. Darunter eine Glasharfe - dies ist ein Musikinstrument, das aus Weingläsern besteht und mit Hilfe von angefeuchteten Fingern glasklare Töne erzeugen lässt. Ferner gab es den Klangkäfer „Kalli“ zu entdecken. Hier erforschten die Kinder auf unterschiedlichen Untergründen, wo Kalli am lautesten summt. Ebenso galt es bei einem Hörmemory, zwei gleiche Geräusche zu finden.
Nachdem rund um das Thema Schwingung, Schall und Klang viel entdeckt, erforscht und erprobt wurde, marschierten alle zum Wasserspielplatz. Hier mussten sich erst einmal alle etwas abkühlen, bevor es dann Mittag gab. Die Kinder tollten unter der Wasserfontäne, manche lagen sogar komplett im Wasser, der ein oder andere nutze die Kopfbedeckung, um andere nass zu spritzen.
Beim Weg zurück zur Bahn streichelten alle noch einmal die legendären Karpfen im Teich und es gab ein Abschlussfoto. Müde und kaputt von einem sehr erlebnisreichen, abwechslungsreichen Tag traten wir die Rückfahrt mit der Bahn an.
Kommentar:
Birgit Klubertanz und Yvonne Eiseler

