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Ein inklusives Spiel auf Augenhöhe

Ein Mannschaftssport mit Speed: Als Libera übernimmt Salome Hermann die Abwehr.

Salome Hermann nimmt an der Europameisterschaft im Sitzvolleyball in Kroatien teil

Neckargemünd, 25. Oktober 2017

Harte Spiele stehen den Damen der deutschen Nationalmannschaft im Sitzvolleyball bevor: Schon in der Vorrunde der Europameisterschaft vom 4. bis zum 12. November in Kroatien müssen sie gegen die Ukraine, Europameister von 2015, antreten. Salome Hermann, Spielerin von Anpfiff Hoffenheim e.V. und Nummer 4 in der deutschen Nationalmannschaft, ist in Porec mit von der Partie. Die ergotherapeutische Lehrkraft an der SRH Stephen-Hawking-Schule hofft auf eine gute Platzierung, obwohl sechs etablierte Spielerinnen aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen nicht bei der EM mitspielen können.


Was ist beim Sitzvolleyball anders als beim Volleyball?
Hermann: Wenig. Sitzvolleyball ist ein spannendes Spiel mit Speed und kann von allen, von Menschen mit und ohne Behinderungen, gemeinsam gespielt werden. Wir sitzen auf dem Hallenboden und spielen auf einer kleineren Fläche als die Standvolleyballspieler. Der Aufschlag darf direkt geblockt werden, Netzberührung gilt nur an der Netzkante, bei Frauen 1,05 Meter hoch, als Fehler. Ansonsten sind die Regeln gleich.


Wie sind Sie zu diesem Sport gekommen?
Hermann: Ich bin ein Bewegungsmensch. Als 12-Jährige hatte ich Krebs, mit 16 Jahren rettete eine Beinamputation mein Leben. Das war wortwörtlich ein „Schnitt“ für mich. Seit 16 Jahren bin ich geheilt und im Vergleich zu der Zeit der Erkrankung deutlich mobiler. Weil ich schon vorher Fußball gespielt hatte, habe ich nach der Rehabilitation mit Amputiertenfußball angefangen. Allerdings bin ich da die einzige Frau, körperlich kann ich mit den Männern im Fußball nicht mithalten. Als der Ex-Bundestrainer der Herren-Sitzvolleyballnationalmannschaft bei Anpfiff Hoffenheim e.V. 2014 eine Sitzvolleyballmannschaft gestartet hat, war ich sofort dabei. 2015 habe ich schon bei der EM in Slowenien teilgenommen. Damals erreichten wir den 5. Platz.


Die SRH Stephen-Hawking-Schule hat eine Kooperation mit Anpfiff ins Leben e.V., zu dem der Sportverein Anpfiff Hoffenheim gehört. Wie nehmen die Schüler die Kooperation im Sitzvolleyball an?
Hermann: Dieses tolle Angebot, das an der Stephen-Hawking-Schule maßgeblich durch meine Kollegen Silvia Beckort und Uwe Arnsberger gefördert wird, gibt es schon seit drei Jahren. Beim Verein „Anpfiff ins Leben“ wird es vom Bereich „inklusiv aktiv“ organisiert. Zwölf Schüler nehmen derzeit an Trainings- und Turniertagen in Hoffenheim teil. Für den Sitzvolleyball ist das eine Chance, leistungsstarke Schüler für den Behinderten-Leistungssport zu begeistern. Ich bin aus Zeitgründen nicht dabei, aber es ist mir ein großes Anliegen, die Schüler anzustoßen und zu sagen: „Sport macht dich stark!“ Ich selbst merke ja, wie toll es ist, Grenzen zu brechen. Mein Motto: Hindernisse sind dafür da, sie zu überwinden!


Sie arbeiten seit 2015 als ergotherapeutische Fachlehrerin an der SRH Stephen-Hawking-Schule. Wie reagieren die Schüler auf ihre sportlichen Ambitionen?
Hermann: Manche Schüler sind entmutigt, weil ihnen früher gesagt worden ist „das kannst Du nicht“ oder „das ist kein Sport für Dich“. Wenn sie merken, dass sie beim Sport Spaß und Erfolg haben, die Gemeinschaft spüren und auch, was das alles mit ihnen selbst macht, dann wirkt sich dies auch auf ihren Alltag aus. Sie geben sich nicht auf und versuchen hartnäckig, ihr Ziel zu erreichen. Von den Schülern, aber auch von den Eltern und Kollegen wird mir oft gespiegelt, dass bei mir die Schüler oft stärker die Zähne zusammenbeißen, wenn ich Ihnen sage: „Ich weiß, wie schwer es ist, wenn man zehnmal auf die Nase fällt und dann noch ein elftes Mal probieren muss. Sie strengen sich an, weil ich auch ein Handicap habe. Ich bin wie sie. Eine Mutter hat mir einmal gesagt, dass es schön sei, zu sehen, dass man trotz Handicap selbständig leben und im Beruf stehen kann. Das war mir nie so bewusst, denn für mich war es völlig normal, dass ich diesen Weg gehen werde. Als Mutter macht man sich natürlich Gedanken darüber, wie das wohl mit dem eigenen Kind einmal wird.


Wer kann denn beim Sitzvolleyball in Hoffenheim mitspielen?
Hermann: Alle Interessierten, einfach mal reinschnuppern. In Hoffenheim kann jeder mitspielen. Sitzvolleyball ist ein inklusiver Sport , wortwörtlich auf Augenhöhe, es gibt auch keine Altersgrenzen. Wir sind jetzt 18 Spieler dort und werden zeitweise zwei Gruppen bilden: eine für „Spielen aus Spaß“ und eine für „Leistungssportler“. Zur Konzeption von „Anpfiff ins Leben e.V.“ gehört, dass wir alle miteinander spielen. Die Trainingszeiten findet man auf unserer Website: www.anpfiff-hoffenheim.de. Auf der Facebookseite von Anpfiff Hoffenheim gibt es regelmäßige Updates von der EM.


In welcher Position werden Sie bei der Europameisterschaft spielen?
Hermann: Das entscheidet der Bundestrainer, Mats Gerhard. Ich spiele in letzter Zeit als Libera und wehre die Angriffe ab. Man muss da schnell sein, darf keine Angst vor dem Ball haben und auch nicht vor dem Boden, denn man fällt oft um. Aber ich bin – in jeder Hinsicht – geübt im Aufstehen!

 

 

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Teamspririt für einen guten Zweck

In SRH-Shirts gut sichtbar: Für die SRH Schulen ruderten Dr. Tobias Böcker, Heike Trabold, Thomas Bohnert, Michael Knöthig, Christina Stoll, Cornelia Denk, Stefan Medinger, Elisabeth Rothfuss, Christoph Fauser, Christoph Klingele, Philipp Schmiedeknecht, Reinhard Hermann, Ulrike Hündorf-Richter Gabriele Roselieb, Jutta Dehner, Wolfgang Mayer, Gertrud Maier-Genthner und Martin Scherb.

Die SRH Schulen GmbH erfolgreich bei "Rudern gegen Krebs" in Heidelberg

Neckargemünd, 15. September 2017

An den SRH Schulen sitzen die Chefs in einem Boot. Am 9. September 2017 ging es bei der Benefizveranstaltung „Rudern gegen Krebs“ nicht nur um Teambildung, sondern auch um den Kampf gegen Krebs. In fünf Booten ruderten Geschäftsführer, Schulleiter und die Leiter verschiedener Abteilungen in gemixten Viererteams auf dem Neckar in Heidelberg. Im Wettkampf gegen 70 weitere Mannschaften aus Kliniken, Unternehmen und Verbänden der Region Rhein-Neckar bewiesen sie nicht nur ihren Teamspirit, sondern unterstützten auch das Programm „Bewegung gegen Krebs“. Vom Startgeld in Höhe von 300 Euro pro Boot gingen jeweils 200 Euro an die Stiftung.
Der Haupt-Veranstalter, die Stiftung „Leben mit Krebs“ möchte die Lebensqualität krebserkrankter Menschen verbessern. Die Stiftung fördert therapieunterstützende Angebote und wissenschaftliche Projekte. Als zentralen Schwerpunkt hat sich die Stiftung zur Aufgabe gemacht, die Bewegungstherapie für Patienten zu etablieren.
Nach nur drei Rudertrainings mit professionellen Trainern schafften es zwei Boote der SRH Schulen bei dieser 8. Benefizregatta bis ins Halbfinale, „Teamspirit 1“ sogar ins Finale. „Das ist eine tolle Leistung für Ruderneulinge“, sagt Thomas Bohnert, Schulleiter der SRH Stephen-Hawking-Schule: „Es war nicht leicht, Rudertechnik und Krafteinsatz in einen koordinierten Rhythmus zu bringen, so dass vier Teammitglieder im Gleichgang zügig und effektiv ruderten!“.
Auch wenn die SRH-Mannschaften namens „Team Spirit“ 1 bis 5 in den drei Klassen (Männer, Frauen, Mixed) über die Distanz von 300 Metern auf dem Weg zum Siegerpodest letztendlich auf der Strecke blieben, wurde das Ziel, den Teamgeist der Teilnehmer zu fördern, erreicht. Thomas Bohnert: „Allen hat es großen Spaß gemacht! Wir denken bereits über eine Beteiligung im nächsten Jahr nach.“

Weitere Informationen über die Stiftung "Leben mit Krebs" finden Sie hier

 

 

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Bildungsvielfalt begeistert

"Wir eröffnen Perspektiven!" - Politiker informieren sich vor Ort über das Bildungsangebot der SRH in Neckargemünd 

Neckargemünd, 11. September 2017

Politischer Besuch am SRH Bildungszentrum in Neckargemünd: Dr. Stephan Harbarth, CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Rhein-Neckar, sowie Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, waren begeistert von den vielfältigen Bildungsangeboten der SRH Schulen und des Berufsbildungswerks in Neckargemünd. Wie innovativ und hilfreich sich beide SRH-Unternehmen auf die aktuellen Anforderungen zur Inklusion von Menschen mit Förderbedarf einstellen, erklärten seitens der Schulen Dr. Tobias Böcker und Michael Knöthig, vom Berufsbildungswerk Frank Paratsch, Joachim Trabold und Sascha Lohwaßer.

So ermöglicht die SRH Stephen-Hawking-Schule durch elf inklusive Bildungsgänge von der Grundschule bis zum Gymnasium bestmögliche Bildungsabschlüsse für über Schüler mit und ohne Behinderung. Bei Bedarf sind Therapien in den Stundenplan integriert, so dass alle Kinder und Jugendlichen genügend Zeit zur Vertiefung, Entspannung oder für ihre Hobbys haben.
Im SRH Berufsbildungswerk nutzen mehr als 800 junge Menschen mit speziellem Förderbedarf die Möglichkeit, eine außerbetriebliche Berufsausbildung in mehr als 40 staatlich anerkannten Ausbildungsberufen zu absolvieren. Während eines großen Teils ihrer Ausbildungszeit (ca. 30%) arbeiten sie bei externen Partnerunternehmen in der Metropolregion Rhein-Neckar oder sogar bei einem der Partner im europäischen Ausland.

Die beiden Vorsitzenden der SRH Holding, Prof. Dr. Christof Hettich und Hans-Joachim Eucker, rundeten den kleinen „Bildungsgipfel“ durch Informationen über die Stiftung ab. Sie betonten den hohen Stellenwert der Bildung in der SRH. Für alle gilt: „Wir eröffnen Perspektiven!“

 

 

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Diskussion über Zusammenarbeit im Bildungsbereich

„Inklusion gelingt nur gemeinsam!“ Politiker und freie Schulträger verständigen sich über Zusammenarbeit im Bildungsbereich

Neckargemünd, 11. Juli 2017

Freies Elternwahlrecht, Finanzierung des Förderangebots und wohnortnaher Unterricht für Kinder mit Behinderungen: Das waren drei der zahlreichen Themen, über die rund fünfzig Vertreter freier Schulen und sonderpädagogischer Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit Bildungsexperten aus dem Landtag Baden-Württemberg in Stuttgart diskutierten. Staatssekretär Volker Schebesta hält die privaten SBBZ für unverzichtbar.

Weil ein Drittel aller Schüler im Ländle private Schulen und SBBZ besuche, hofft er, durch eine engere Verzahnung der öffentlichen und privaten Strukturen in der Schulverwaltung die Förderung der Schüler zu verbessern. Schebesta lobte die Aufnahme nicht behinderter Schüler als „umgekehrte Inklusion“ genauso wie die verlässliche Zusammenarbeit in „kooperativen Organisationsformen“ zwischen Regelschulen und SBBZ. Bei den Eltern sind diese Kooperationen eher als „Außenklassen“ bekannt und: geschätzt!

Elisabeth Rothfuss, Leiterin der Orientierungsstufe an der SRH Stephen-Hawking-Schule, berichtete über gute Erfahrungen mit den Außenklassen. Eine Sonderpädagogin, begleitet von notwendigen Therapeuten, unterrichtet an der Regelschule gemeinsam mit der Lehrerin: Nah am Wohnort könnten die Schulkinder mit Behinderungen weiterhin mit ihren Freunden spielen und gleichzeitig optimal gefördert werden. Auch Freizeitaktivitäten und Praktikumsplätze für die Zeit nach der Schule seien in und durch die Gemeinde schneller zu finden. „Das ist ein echter Nachteilsausgleich, zumal die Lehrer an den Regelschulen durch unsere Sonderpädagogen unterstützt werden“, betonte Rothfuss.

Die SRH Stephen-Hawking-Schule mit rund 850 Schülern hat sich schon vor Jahren für alle Schüler geöffnet, damit die Kinder mit Handicap umfassend in der Gesellschaft teilhaben. Zudem werden sie durch die therapeutischen und sonderpädagogischen Angebote in diesem größten SBBZ mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung in der Region passgenau unterstützt.

Nicht gegeneinander, sondern miteinander zu arbeiten, riet Dr. Tobias Böcker, Geschäftsführer der SRH Schulen in Neckargemünd. „Das SBBZ“ so sagte er, „ist kein Widerspruch zur Inklusion, sondern ein Zugang durch andere Türen“. Er kritisierte die derzeitige behördliche Praxis zur Feststellung von Behinderungen, welche das erklärte Ziel habe, die Zahl der Behinderten an den Schulen zu verringern. Böcker stellte klar, dass die „Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes Gradmesser für die Förderung sein müssen“. SBBZ sollten in die regionale Schulentwicklungsplanung und in Bildungswegekonferenzen verbindlich eingebunden werden. Ihre sonderpädagogische Expertise für Gutachten mit Empfehlungen müssen im Sinne der Kinder für faire Feststellungsverfahren genutzt werden.

Petra Vecchio, Mutter von vier Kindern, von denen ein Kind an der SRH Stephen-Hawking-Schule lernt, schilderte, wie schwierig es ist, das „passende Setting“ zu finden. Eltern behinderter Kinder suchten meist mehr als Schule; nämlich Hilfe in lebenspraktischen Dingen. Sie interessierten sich für Wohnortnähe, Ausstattung, inklusive Maßnahmen wie Physio-, Logo oder Ergotherapien, sonderpädagogische Qualifikationen, gute Schulatmosphäre. Ihre Vorstellungen und die Realität klafften jedoch weit auseinander. Deshalb sei eine vom Träger unabhängige, verständliche und ausführliche Information über alle staatlichen und privaten Bildungsangebote unabdingbar. Entscheiden könne nur, wer Bescheid wisse. Denn, so ihr eindringliches Fazit: „Nicht immer ist die öffentliche Regelschule für die Inklusion des Kindes gut, sondern das bestmögliche Setting.“

 

 

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Interessante Gespräche auf der Messe REHAB

Großes Interesse am Inforstand der SRH Schulen uns an der Diskussion über Inklusion für alle
Neckargemünd, 31. Mai 2017

„Braucht es beide Schulsysteme? Noch lange nicht eine Schule für ALLE!“ war das Thema einer Diskussion mit Dr. Tobias Böcker, Geschäftsführer der SRH Schulen GmbH,  auf dem „Marktplatz der Bildung“ bei der REHAB in Karlsruhe. Vom 11. bis 13. Mai informierten Mitarbeiter der SRH Schulen GmbH über die vielfältigen Bildungsangebote, insbesondere über die elf Bildungsgänge von der Grundschule bis zum Gymnasium an der SRH Stephen-Hawking-Schule.


„Die nicht behinderten Kinder sind eine Bereicherung für uns alle“, stellte Dr. Tobias Böcker den üblichen Inklusionsgedanken der Gesellschaft auf den Kopf. An den Gymnasien der SRH Stephen-Hawking-Schule, einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, sind rund zehn Prozent der Schüler nicht behindert. Sie selbst oder Ihre Eltern haben die staatlich anerkannte Privatschule gewählt, weil sie die schülerbezogene Pädagogik, individuelles Lernen und kleine Klassengrößen schätzen, aber auch, weil sie Inklusion ernst nehmen. „ALLE Schüler sehen sich als Klassengemeinschaft, und jeder Einzelne sieht sich, unabhängig von einer Behinderung, als Bereicherung für die anderen“, erklärte Dr. Böcker.


Doch um die Inklusion von Menschen mit Handicap in der Gesellschaft nachhaltig zu verankern, müssten dokumentierte Stigmatisierungen fallen, betonte er in der Diskussion mit Anja Feigl, Inklusionsbeauftragte der Evangelischen Jakobusschule in Karlsruhe. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von der Journalistin Margit Glasow. Der Sparkurs der Landesregierung erschwere sachgerechte Gutachten zur Anerkennung des sonderpädagogischen Bildungsanspruchs, kritisierte Dr. Böcker. Während Anja Feigl eine besondere Schule, die noch im Aufbau ist, beschrieb, konnte der Gesprächspartner auf mehr als 40 Jahre Schulentwicklung mit mittlerweile elf Bildungsgängen vom Primarbereich bis zu den Gymnasien blicken. Beide Diskutanten waren sich darin einig, dass Investitionen in die Bildung keine Lippenbekenntnisse der Politiker bleiben dürften. Regelschulen und Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren sollten nicht gegeneinander, sondern gut miteinander arbeiten.


Durch kooperative Unterrichtsformen mit Regelschulen bringt die SRH Stephen-Hawking-Schule bereits die Expertise vom Standort Neckargemünd in die umliegenden Regionen. Ein Konzept mit Zukunft. Doch bis die Inklusion nachhaltig in der Gesellschaft verankert ist, so stellten Anja Feigl und Dr. Tobias Böcker fest, sei es noch „ein langer Weg“.

 

 

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Internat erstrahlt in neuem Glanz

Die Vertreter des Architekturbüros DU+ und der SRH Schulen GmbH freuen sich über die gute Zusammenarbeit während der dreijährigen Sanierung des Internats. Von links nach rechts: Marius Kühn, Thomas und Ellen Unterstab, Heike Trabold, Dr. Tobias Böcker, Ulf Grünert, Hans-Joachim Eucker, Stefan Hunzinger

150 Schüler zogen aus und wieder ein - Sanierung von Haus 11 der SRH Schulen abgeschlossen
Neckargemünd, 17. Mai 2017

Nach fast drei Jahren Sanierung ist das Internat in Haus 11 der SRH Schulen GmbH wieder komplett eröffnet worden. Besonders im Technik- und Fassadenbereich wurde grundsaniert, so dass das Gebäude innen und außen modernen Bedürfnissen entspricht.

„Hinter uns liegen 34 Monate Bauarbeiten von Juni 2014 bis März 2017, verbunden mit Krach, Staub und Dreck, aber auch vielen schönen Erfahrungen des Miteinanders und Helfens“, sagte Heike Trabold, sozialpädagogische Leiterin der SRH Schulen, zur Wiedereröffnung des Internatsbereichs in Haus 11 am SRH-Bildungszentrum in Neckargemünd. Die Maßnahmen bedurften einer besonders gut abgestimmten Logistik, da insgesamt 150 Schüler, die meisten mit körperlichen und motorischen Einschränkungen, abschnittsweise aus-, um- und wieder einziehen mussten.
Diese dankten nun mit einem gemeinsamen Baulied und einigen Statements fürs neue Ambiente: Florentina ist begeistert vom „großen Wohnzimmer“, Solveig findet sein neues Zimmer „richtig cool“ und ein Rollstuhlfahrer freut sich, dass „der Lichtschalter jetzt direkt am Bett ist“. Kevin sagte, er habe „mit seinem Apartment mit Bad und eigener Küchenzeile das große Los gezogen“. In betreuten Wohngruppen mit gemeinsamen Küchen- und Aufenthaltsbereichen sowie neuen Balkons wohnen die Schüler jetzt in einem Internat, das den modernsten technischen Standards entspricht. Dr. Tobias Böcker, Geschäftsführer der SRH Schulen GmbH, erklärte: „Die Sanierung des Internats ist ein Bekenntnis der SRH zum Standort Neckargemünd und zur Entwicklung der SRH Schulen“.
Hans-Joachim Eucker, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der SRH, bestätigte dies: „Die Investition von 13,2 Millionen Euro für das Haus 11 ist der erste Schritt zur Sanierung des Standorts in Neckargemünd. Sie gibt ein gutes Beispiel dafür, dass sich hier alle, sowohl von den Arbeits- als auch den Wohnbedingungen her, wohl fühlen können.“ Auch für die kommenden Jahre plant die SRH weitere Investitionen für die Sanierung der Gebäude in Neckargemünd.
Besonderes Augenmerk lag bei den umfassenden Arbeiten auf dem Vorbeugenden Brandschutz, der energetischen Sanierung und der Erneuerung der gesamten Haustechnik. So wurde auch die Holzfensterfassade durch eine Aluminium-Glasfassade ersetzt. Die geschlossenen Wandbereiche erhielten ein Wärmedämmverbundsystem aus Mineralfaserdämmung mit Putz. Die Flachdächer wurden ebenfalls neu gedämmt und abgedichtet.
Auch im Innenbereich wurde viel gearbeitet: Neue sanitäre Anlagen, größere Wohnküchen, neue Decken, Böden und Wandanstriche in den Einzel- und Doppelzimmern sind das blendende Ergebnis. 17094 Liter Farbe wurden dafür gebraucht, 2830 m² Teppichboden aus Nadelfilz in Rot und Braun verlegt. 1157 Leuchten sorgen jetzt fürs rechte Licht, ebenso 444 neue Fenster und 375 Schreiner-Innentüren in insgesamt 425 Räumen. Architekt Stefan Hunzinger vom Architekturbüro DU+ (Donnig Unterstab + Partner) dankte den 31 Handwerksbetrieben und 4 Ingenieurbüros, die wie Zahnräder miteinander arbeiteten.
Nicht nur die Schüler zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden, auch die Internatsleitung, der Schularzt, die Psychologen und der Bereich Ergotherapie haben sich schon wieder gut in den sanierten Räumen eingerichtet.
Um alles unter einen Hut zu bekommen, gab es übrigens insgesamt 144 Baubesprechungen bei rund 1300 Tassen Kaffee…

 

 

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Landesbehindertenbeauftragte besuchte die SRH Schulen

Die Landesbehindertenbeauftragte Stephanie Aeffner, vorne rechts im Rollstuhl, war vom Schulgarten beeindruckt.

Es bewegt sich was
Neckargemünd, 3. Mai 2017

Rücksicht auf ihr unterschiedliches Lerntempo, barrierefreie Klassenräume und qualifizierte Lehrer, die sich auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit verschiedenen Behinderungen einstellen können, sind den Schülern an der SRH Stephen-Hawking-Schule sehr wichtig. Im Gespräch mit der Landesbehindertenbeauftragten Stephanie Aeffner schütteten 18 Schüler in der zweijährigen „Vorqualifizierung Arbeit und Beruf“ (VAB) regelrecht ihr Herz aus.
Sie erzählten, wie alleine sie sich vor ihrem Schulwechsel in ihrem Rollstuhl in der Regelschule fühlten, wie sehr sie sich dort unter Druck gesetzt fühlten, mitzuhalten und auch, wie wenig Verständnis manche Mitschüler für sie hatten. Stephanie Aeffner hörte aufmerksam zu. Sie, selbst Rollstuhl-Fahrerin, möchte in ihrem Ehrenamt alles dafür tun, dass sich in der gesamten Gesellschaft die Haltung gegenüber Menschen mit Behinderungen ändert. „Mein Traum ist es, dass wir alle Menschen danach beurteilen, was sie können, und nicht, was sie für Defizite haben“, sagte sie und zog zuversichtlich ein erstes Fazit ihrer Bemühungen: „Es bewegt sich was!“

Damit in der Schule alle mitkommen, müsse sich die „Form von Unterricht ändern und das besondere Schutzbedürfnis von Behinderten selbstverständlich berücksichtigt werden“. Regelschulen hätten Vor- und Nachteile, und auch ihre Partei, Die Grünen/ Bündnis 90, lehne die Sonderschulen längst nicht mehr strikt ab. Praktische Probleme müsse man anerkennen, zum Beispiel sei es für manche Kinder mit Behinderungen nicht möglich, die Schule am Wohnort zu besuchen, weil sie nicht entsprechend ausgestattet sei.

Von schlechter Ausstattung kann an der Stephen-Hawking-Schule keine Rede sein. Stephanie Aeffner staunte, wie sich die einstige Heimsonderschule zum Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) weiterentwickelt hat, seit sie dort vor 16 Jahren ein Praktikum gemacht hatte. Während eines Rundgangs lernte sie das modern und behindertengerecht mit Smartboards und Tablets ausgestattete Allgemeine Gymnasium kennen, das Internat und die Physiotherapie, deren Übungszeiten in den Stundenplan integriert sind. Die Schüler lernen, Alltagssituationen zu bewältigen. Dazu gehört, sich selbst zu helfen und im wahrsten Sinne stark zu bleiben. Im Trainingsbereich der Physiotherapie mit den handelsüblichen Geräten erkennen sie, dass sie auch im ganz normalen Fitnessstudio trainieren können. Wie Stephanie Aeffner sind auch die Schüler beim ersten Mal darüber erstaunt.

Zum Abschluss und Gruppenfoto ging es in den Schulgarten. Für den sind Schüler der VAB verantwortlich, die sich im Gartenbereich qualifizieren möchten. Weitere VAB-Bereiche sind Elektrotechnik, Metalltechnik und zwei Juniorfirmen. Die Schüler, manche von ihnen sind schon älter als 18 Jahre, ließen die Vertreterin ihrer Interessen nicht ohne eine Bitte gehen: Sie möchten gern im Landesbehindertenbeirat mitsprechen. Da dieser sich aus Vertretern verschiedener Behinderungsformen zusammensetzt, konnte sie das nicht versprechen. Sie gab den Schülern aber den Hinweis, dass sie sich gerne bei Problemen an sie wenden können. Sie könne nichts anweisen, aber zwischen den Ministerien und Ämtern vermitteln, sagte sie. Aber: „Das hilft!“
 

 

Landesfinale an der Stephen-Hawking-Schule

Foto (Quelle DBS/DBSJ)

Welche Rollstuhlbasketball-Mannschaft fährt
zum Bundesfinale nach Berlin? 
Neckargemünd, 23. Januar 2016

Am 31. Januar 2017, 14 Uhr, kommt es in der Sporthalle der SRH Stephen-Hawking-Schule in Neckargemünd erstmals zu einem Landesfinale zwischen den Rollstuhlbasketball-Mannschaften der Gastgeber und der Margarete-Steiff-Schule aus Stuttgart. Der Sieger dieses Spiels wird im Mai 2017 am Bundesfinale „Jugend trainiert für Paralympics“ in Berlin teilnehmen.

Seit dem Jahr 2011 nimmt die SRH Stephen-Hawking-Schule in den Disziplinen Rollstuhlbasketball, Tischtennis und Schwimmen am Bundeswettkampf „Jugend trainiert für Paralympics“ teil. Im Rollstuhlbasketball ist das sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung eine etablierte Größe. Die Mannschaften konnten in den Jahren 2013 bis 2015 immer einen Platz unter den drei besten Bundesländern belegen. Im Bundesfinale 2014 wurde das Team mit einem fulminanten Sieg sogar Bundessieger und damit Goldmedaillengewinner.

Diese guten Ergebnisse resultieren aus den hervorragenden Rahmenbedingungen und Trainingsmöglichkeiten für die körperbehinderten Schülerinnen und Schüler an der SRH Stephen-Hawking-Schule sowie aus der jahrelangen Kooperation mit dem Behindertensportverein „Rolling-Chocolate“ Heidelberg-Kirchheim und Trainer Marco Hopp.

Bei mehreren „Tryouts“, bzw. Trainingstagen, haben sich die Schüler intensiv auf das Landesfinale vorbereitet. So wird die Mannschaft der SRH Stephen-Hawking-Schule um die erfahrene Playmakerin Annika Sonnleitner alles geben, um an die zuvor erreichten Erfolge anzuknüpfen. Ihr Ziel ist es, als Siegerin des Baden-Württemberger Landesfinales wieder in das Bundesfinale einzuziehen. Um dies zu erreichen, werden eine geschlossene Mannschaftsleistung sowie die lautstarke Unterstützung der hoffentlich zahlreichen Fans nötig sein!

Unter den Zuschauern werden voraussichtlich auch Michael Daiber vom Kultusministerium Baden-Württemberg und Andreas Escher vom Württembergischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband sein.

Jannis engagiert sich im Artenschutz

Jeder kann ein bisschen die Welt retten

Neckargemünd, 25. Januar 2017

„Jeder kann in seinem Alltag zum Schutz von Mensch, Tier und Natur beitragen“, ist Jannis Katzenmaier überzeugt. Der 18 Jahre alte Gymnasiast der SRH Stephen-Hawking-Schule (SHS) engagiert sich seit vier Jahren bei „Roots & Shoots“, den Kinder- und Jugendprojekten des Jane Goodall Instituts Deutschland e.V. Deshalb wurde er jetzt von der britischen Verhaltensforscherin Jane Goodall zum Botschafter von „Roots & Shoots“ ernannt.

Den Ausschlag dazu gaben auch zwei Projektwochen, die Jannis an der SRH Stephen-Hawking-Schule, einer Unesco-Projektschule, organisiert hatte. Beim ersten Mal ging es um den Lurch des Jahres 2014, die Gelbbauchunke, im vergangenen Jahr um Tierschutz, nachhaltige Forstwirtschaft und das eigene Konsumverhalten in Verbindung mit Lebensmittelverschwendung. Fleischkonsum und Massentierhaltung, die Pelzindustrie und der Plastikkonsum interessierten die 15-19-jährigen Projektteilnehmer besonders. Am Ende der Woche überlegte jeder, wie er seine Lebensweise ändern kann: Weniger Fleisch essen, keinen Pelz tragen, den Plastikkonsum einschränken und Stofftaschen benutzen.

Jannis Katzenmaier will vermitteln, dass das Engagement von Jane Goodall der „ganzheitlichen Verbesserung des Planeten“ dient. Nach ihrer bahnbrechenden Forschungsarbeit über Schimpansen im Gombe-Nationalpark in Tansania engagierte sich die bekannte Wissenschaftlerin für den Erhalt des Lebensraums von Tieren und Menschen. Ihr Institut gründete sie 1977, gegenwärtig ist es in 28 Ländern vertreten. Die mittlerweile 83-Jährige wurde 2002 zur Friedensbotschafterin der UNO ernannt und ist weiterhin als Umwelt- und Friedensaktivistin unterwegs.

Die Ernennung zum Botschafter durch sie persönlich ehrt den Schüler des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums der SRH Stephen-Hawking-Schule sehr. „Dies ist eine tolle Auszeichnung, verbunden mit der Aufgabe, ‚Roots & Shoots‘ und die Idee Jane Goodalls zu fördern“, sagt Jannis Katzenmaier. „Schon junge Menschen sollen verstehen, das jeder von ihnen ein bisschen die Welt retten kann.“ Auch größere Projekte wie Müllsammelaktionen, Baumpflanzungen oder Hilfe für Menschen in Armut oder Not können bei „Roots & Shoots“ Thema sein. Das Projekt ist weltweit in mehr als 100 Ländern vertreten.

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Bildungsangebote werden erweitert

Dr. Tobias Böcker, Geschäftsführer der SRH Schulen GmbH, Heike Trabold, Gesamtleitung Sozialpädagogik, MdL Hermino Katzenstein, Thomas Bohnert, Schulleiter der SRH Stephen-Hawking-Schule, Thomas Knöthig, Schulleiter des SRH Leonardo da Vinci Gymnasiums (von links nach rechts)

Die inklusive SRH Stephen-Hawking-Schule erweitert ständig ihr Angebot: In 23 Außenklassen an Regelschulen profitieren Schüler mit Handicap wohnortnah vom gemeinsamen Unterricht und den besonderen Fördermöglichkeiten. Hermino Katzenstein, Landtagsabgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen in Baden-Württemberg, hat die SRH Schulen in Neckargemünd besucht. Er ist begeistert vom umfassenden Bildungsangebot.

„Wir haben an der Stephen-Hawking-Schule zehn Bildungsgänge von der Grundschule bis zum Abitur, und zwar für Schüler mit und ohne Handicap“, erläutert Dr. Tobias Böcker, Geschäftsführer der SRH Schulen GmbH. „Am Leonardo da Vinci Gymnasium bieten wir ergänzend zum naturwissenschaftlichen Profil schon ab der 5. Klasse das Profilfach IT/Digital Informatik an. Unser Schulangebot ist nicht starr an einen Schultyp gebunden, sondern permanent durchlässig.“ Thomas Bohnert, Schulleiter der SRH Stephen-Hawking-Schule (SHS); ergänzt: „Dieser passgenaue Unterricht orientiert sich am Leistungsvermögen des einzelnen Schülers in seiner jeweiligen Lebens- und Gesundheitsphase. Er führt zu bestmöglichen Bildungsabschlüssen auch unter erschwerten Bedingungen.“

Hermino Katzenstein nahm beim Rundgang durch die Schulen, das Internat sowie die Jugendhilfe viele Anregungen zum Thema Inklusion am Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum auf. Am Rande lobte der passionierte Radfahrer und verkehrspolitische Sprecher die SRH Schulen auch als fahrradfreundlichen Arbeitgeber.

 

 

Kontakt Presse

Carmen Oesterreich
Tel: 06223 - 81 3014
E-Mail:            carmen.oesterreich@srh.de